Bezirksverband Mecklenburg


Herzlich willkommen auf der Internetseite des Bezirksverbandes Mecklenburg.
Unsere Seite befindet sich weiterhin im Aufbau und wird ständig erweitert.
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Rentensprechstunden im Büro der IG Bauen-Agrar-Umwelt, BV Mecklenburg, August-Bebel-Str. 89, 18055 Rostock

Dezember 2017
Dienstag, 19.12.2017, von 13.00 – 15.00 Uhr

Januar 2018
Dienstag, 30.01.2018, von 13.00 – 15.00 Uhr

Terminvergabe unter Telefon 0381-20382610
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06. Dezember 2017

Tanne von der Stange? Die Forst-Gewerkschaft IG BAU rät zum Baum-Check. Wer zur Tanne mit Öko-Siegel greift, der leistet einen Beitrag zu Umweltschutz und fairen Arbeitsbedingungen in der Aufzucht.
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Forst-Gewerkschaft rät zu Baum mit Öko-Siegel
O Tannenbaum: In Mecklenburg stehen rund 315.000 Weihnachtsbäume

O Tannenbaum: In Einzugsbereich unseres Bezirksverbandes werden zu den Festtagen etwa 315.000 Weihnachtsbäume in den Wohnzimmern stehen. Das hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) errechnet. Die Forst-Gewerkschaft geht hierbei davon aus, dass sich 70 Prozent der Haushalte einen Baum zulegen. „Doch Tanne ist nicht gleich Tanne. Die Käufer sollten neben dem Aussehen auch darauf achten, wo und wie der Baum produziert wurde“, sagt unser Bezirksvorsitzende Jörg Reppin.

Er rät zum Kauf aus heimischer Produktion – und zum Öko-Siegel: „Wer zur Tanne mit FSC- oder PEFC-Zertifikat greift, der bekommt einen natürlich gewachsenen Baum ohne Pestizide und chemische Dünger. Gleichzeitig stehen die Siegel dafür, dass die Beschäftigten im Forstbetrieb faire Löhne bekommen und zu guten Bedingungen arbeiten.“ Auch Tannen, Fichten und Kiefern mit Naturland- oder Bioland- Zertifikat seien eine gute Wahl. Jörg Reppin empfiehlt, beim Kauf nach der Herkunft zu fragen und, falls möglich, Verkaufstermine auf den Plantagen zu nutzen: „Dort gibt es immer häufiger auch Angebote, den Baum selbst zu schlagen“.

Die gute Nachricht: Der Durchschnittspreis für einen Weihnachtsbaum soll in diesem Jahr stabil bleiben. Nach Angaben des Bundesverbands der Weihnachtsbaumerzeuger geht der Trend außerdem zur „Zweit-Tanne“ – etwa im Garten oder auf dem Balkon. Und auch die CO2-Bilanz stimmt: Laut Verband werden auf einem Hektar Weihnachts- baumkultur bis zu 145 Tonnen Kohlendioxid gebunden. Zur Öko-Tanne bekennt sich übrigens auch der Bundesrat. Vor der Länderkammer in Berlin steht eine „Serbische Fichte“ mit FSC-Siegel – aufgezogen im Berliner Forst.
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29. November 2017

Für die Arbeit auf dem Dach gibt es zum Jahresende mehr Geld: Mit der nächsten
Lohnabrechnung bekommen Handwerker ein höheres Weihnachtsgeld.
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1.110 Beschäftigte in Mecklenburg profitieren
Dachdecker bekommen mehr Weihnachtsgeld und Renten-Plus

Weihnachtsgeschenke, Silvester-Party, Rechnungen zum Jahresende – der Dezember kann ziemlich teuer werden. Da ist es gut, wenn auch mehr in der Lohntüte ist – wie bei den 1.110 Dachdeckern im Bereich unseres Bezirksverbandes. Für sie gibt es einen kräftigen Zuschlag beim Weihnachtsgeld. Ein Geselle, der in Vollzeit arbeitet, bekommt je nach Stundenlohn und Arbeitszeit etwa 460 Euro oben drauf. Mit dem November-Lohn muss das 13. Einkommen auf dem Konto sein. Für Azubis kommen 320 Euro dazu. Darauf weist die IG BAU Mecklenburg hin.

„Die Arbeit auf den Dächern ist körperlich extrem anstrengend. Dafür ist das Plus beim Weihnachtsgeld eine wichtige Anerkennung“, sagt unser Bezirksvorsitzende Jörg Reppin. Außerdem wird die betriebliche Rente der Handwerker aufgebessert. So kommen zusätzlich knapp 700 Euro pro Jahr auf das Altersvorsorgekonto bei den Sozialkassen des Dachdeckerhandwerks (Soka-Dach).

Anspruch auf das Renten-Plus und das höhere Weihnachtsgeld hat nach Angaben der IG BAU jeder gewerbliche Beschäftigte der Branche. Alle 164 Dachdecker-Betriebe in
Mecklenburg müssen sich daran halten. Weitere Informationen gibt es bei der Soka-Dach: https://www.soka-dach.de/leistungen/13-monatsgehalt/
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28. November 2017

Flagge zeigen gegen Gewalt

Anlässlich des weltweiten Aktionstages ,,Nein zur Gewalt gegen Frauen und Mädchen'' wehen seit Sonnabend am Bertha-Klingberg-Platz in Schwerin die Flaggen gegen Gewalt.

Schwerins Oberbürgermeister Rico Badenschier und seine Gleichstellungsbeauftragte Dorin Lucht hissten die Fahnen der Frauenrechtsinitiative ,,Terre des Femmes“, die dann bis zum 4. Dezember hier hängen bleiben werden.
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Siehe auch auf die Internetseite dieser Organisation:
https://www.frauenrechte.de/online/index.php
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Text und Fotos von Beate Schöne. Vielen Dank!
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22. November 2017

Hämmern, bohren, fräsen – Bauberufe bergen viele Gefahren. Besonders dann, wenn unter Stress gearbeitet wird. Unternehmen dürften den Arbeitsschutz nicht auf die leichte Schulter nehmen, fordert die Bau-Gewerkschaft.
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Mecklenburg baute 2.585 Wohnungen im letzten Jahr
„Turbo-Bauen“: Gewerkschaft warnt vor steigendem Unfallrisiko

Bauarbeiter aus dem Einzugsbereich unseres Bezirksverbandes haben alle Hände voll zu tun: Die Branche brummt. Allein im vergangenen Jahr wurden 2.585 neue Wohnungen gebaut, wie die IG Bauen- Agrar-Umwelt mitteilt. Die IG BAU beruft sich hierbei auf Zahlen des Statistischen Bundesamts. Nach Beobachtung der Gewerkschaft steigt mit der Zahl der Aufträge aber häufig auch die Unfallgefahr. „Gerade jetzt zum Winteranfang müssen viele Projekte fertig werden. Dieses ,Turbo-Bauen‘ führt zu enormem Stress für die Beschäftigten“, berichtet Gewerkschafter Jörg Reppin. Allzu oft drohe der Arbeitsschutz dem Termindruck zum Opfer zu fallen.

Die IG BAU Mecklenburg fordert die heimischen Bauunternehmen auf, die Arbeits- sicherheit nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. „Wer in einer Höhe von fünf Metern oder mehr auf einer Leiter arbeitet, der riskiert eine Menge. Besser ist da ein Gerüst – auch wenn es den Chef mehr kostet“, macht Jörg Reppin deutlich. Die Unfallzahlen in der Branche seien nach wie vor zu hoch, sagt der IG BAU-Bezirksvorsitzende: Rund 2.400 meldepflichtige Arbeitsunfälle auf Mecklenburg-Vorpommerns Baustellen registrierte die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung im letzten Jahr.

Ein weiteres Problem: Auf vielen Baustellen fehlt es nach IG BAU-Angaben an Fach- kräften, die sich um den Arbeitsschutz kümmern – obwohl dies die Baustellenverord- nung vorschreibt. Gerade bei Subunternehmern, die Bauarbeiter aus dem Ausland beschäftigen, suche man in der Regel vergebens nach qualifiziertem Personal.

Dass ein besserer Arbeitsschutz die Baukosten in die Höhe treibt, hält Jörg Reppin für ein „fadenscheiniges Argument“. Die deutsche Bauwirtschaft verzeichne seit Jahren steigende Umsätze – allein im ersten Halbjahr 2017 lag das Plus laut Bundes-Statistik bei über sechs Prozent. „Wer volle Auftragsbücher hat, bei dem muss die Gesundheit seiner Beschäftigten ganz oben auf der Liste stehen. Denn viele Unfälle lassen sich etwa durch Schutzbrille und Helm vermeiden. Aber auch durch die Fortbildung für Mitarbeiter. Arbeitsschutz kann man lernen. Ein sicherer Arbeitsplatz hat viel mit dem richtigen Know- how zu tun“, so unser Bezirksvorsitzende Jörg Repin weiter.
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20. November 2017

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20. November 2017

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14. November 2017

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Fotos von Beate Schöne
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06. November 2017

Arbeitsplatz Stall: Wer in der Landwirtschaft arbeitet, dem steht ab sofort ein höherer
Mindestlohn von 9,10 Euro pro Stunde zu. Das teilt die Agrar-Gewerkschaft IG BAU mit.
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5,8 Prozent mehr Geld für Gartenbau, Land- und Forstwirtschaft
Ein neuer Mindestlohn gilt für Jobs im Grünen

Vom Forstwirt bis zum Gärtner: Für die rund 9.640 Beschäftigten der grünen Branchen in Bereich unseres Bezirksverbandes gilt ab sofort ein neuer Lohn-Sockel. Zum November steigt der spezielle Mindestlohn in der Land- und Forstwirtschaft sowie im Gartenbau auf 9,10 Euro pro Stunde – 5,8 Prozent mehr als bisher. Damit stehen am Monatsende knapp 87 Euro zusätzlich auf dem Lohnzettel. Besonders Saisonarbeiter profitieren von dem Lohn-Plus, wie die IG BAU Mecklenburg mitteilt.

Für die Agrar- und Umweltgewerkschaft ist die Lohnerhöhung überfällig. „Gerade wer als Aushilfe auf dem Bauernhof, in der Gärtnerei oder im Forstbetrieb arbeitet, hat jetzt deutlich mehr in der Tasche“, sagt der Bezirksvorsitzende Jörg Reppin.
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25. Oktober 2017

Bauarbeiter stehen täglich im Diesel-Dunst. Anders als bei Autos ist ein Rußpartikelfilter jedoch nicht vorgeschrieben. Die IG BAU fordert eine Filter-Pflicht für Baumaschinen.
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IG BAU fordert verpflichtenden Partikelfilter für Bagger & Co.
Dieselruß aus Baumaschinen: Gesundheitsgefahr in Mecklenburg

Baustellen sollen rußfrei werden: Die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hat vor der Gesundheitsgefährdung durch Diesel-Baumaschinen gewarnt. „Egal ob Bagger, Walze oder Radlader – die Dieselrösser vom Bau sind ein riesiges Umwelt- und Gesundheits- problem“, sagt Jörg Reppin. Nach Einschätzung des IG BAU- Bezirksvorsitzenden haben Bauarbeiter ein besonders hohes Risiko für Lungen- oder Kreislauferkrankungen.

Die IG BAU Mecklenburg fordert deshalb eine Rußpartikelfilter-Pflicht für die Baubran- che: „Bei Diesel-Autos ist ein Filter schon seit zehn Jahren vorgeschrieben. Derzeit wird zudem über die Verschärfung der Abgasnormen diskutiert. Es kann nicht sein, dass man auf der anderen Seite bei den besonders großen Luftverpestern wie Radladern beide Augen zudrückt“.

Ein verpflichtender Rußpartikelfilter sei ein wichtiger Beitrag zum Arbeitsschutz für die rund 9.690 Bauarbeiter in Bereich unseres Bezirksverbandes. „Sie stehen täglich im Diesel-Dunst und atmen Emissionen ein, die nicht nur krebserregend sind, sondern auch bis zum Herzinfarkt führen können“, unterstreicht der Gewerkschafter. Auch Anwohner von Baustellen würden durch den flächendeckenden Einsatz von Filtern wirksam geschützt. In manchen Städten machten ungefilterte Dieselabgase von Baumaschinen bis zu einem Viertel aller Stickoxid-Emissionen aus, so die IG BAU.

Zwar gebe es bereits eine finanzielle Unterstützung für Unternehmer, die nachträglich einen Partikelfilter einbauen lassen. Bis zu 2.000 Euro können sie dafür von der
Berufsgenossenschaft Bau bekommen. „Doch um wirklich eine bessere Atemluft zu erreichen, reicht das nicht aus. Der Staat muss – wie heute schon in der Schweiz – den Partikelfilter vorschreiben und per Nachrüstprämie oder direkten Zuschüssen für die Neuanschaffung flankieren“, fordert Jörg Reppin.
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05. Oktober 2017

Die Zahl der Zoll-Kontrollen hat im ersten Halbjahr zugenommen. Das berichtet die IG BAU.
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Halbjahresbilanz: Stralsunder Zoll kontrollierte 31 Prozent mehr Betriebe
Arbeitgeber müssen häufiger mit Besuch vom Zoll rechnen

Risiko für Dumpinglohn-Firmen steigt: Im Einzugsbereich unseres Bezirksverbandes ist die Gefahr für Unternehmen, bei unsauberen Praktiken vom Zoll erwischt zu werden, erstmals seit Jahren gestiegen. Das zuständige Hauptzollamt Stralsund kontrollierte im ersten Halbjahr insgesamt 889 Betriebe – 31 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Allein im Baugewerbe prüften die Beamten der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS)
373 Arbeitgeber. Im Fokus dabei insbesondere: illegale Beschäftigung, Lohn-Prellerei und Betrug bei der Sozialversicherung. Das hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mitgeteilt. Die Gewerkschaft beruft sich hierbei auf eine Anfrage der Bundestagsabge- ordneten Beate Müller-Gemmeke (Grüne) an das Bundesfinanzministerium.

Die IG BAU Mecklenburg begrüßt die Zunahme der Prüfungen. „Es ist offenbar endlich die Botschaft angekommen, dass sich Schwarzarbeit nur durch mehr staatliche Kontrol- le eindämmen lässt“, sagt unser Bezirksvorsitzender Jörg Reppin. So stieg auch die Zahl der Kontrolleure: Beschäftigte die FKS im vergangenen Jahr bundesweit noch 6.865 Beamte, waren es im Juni bereits 7.211, wie aus der Zoll-Auswertung des Finanz- ministeriums hervorgeht.

Grund zur Entwarnung gibt es jedoch nicht. Nötig seien bundesweit mindestens 10.000 Kontrolleure bei der FKS. „Solange eine Zoll-Visite die Ausnahme und nicht die Regel ist, haben Wirtschaftskriminelle ein zu leichtes Spiel“, so der Gewerkschafter. Dies zeige sich gerade auch in der Baubranche. Hier würde oftmals nicht einmal der vorgeschrie- bene Mindestlohn gezahlt. So verhängte das Hauptzollamt Stralsund allein für Verstöße gegen den Bau-Mindestlohn im ersten Halbjahr Bußgelder in Höhe von 986.000 Euro.
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01. Oktober 2017

Wie es schon seit vielen Jahren eine gute Tradition in unserem Bezirksverband ist, so fanden auch in diesem September die Jubilarehrungen statt.
Am 23. September 2017 wurden unsere langjährigen Mitglieder in Schwerin und am
30. September 2017 in Rostock ausgezeichnet.
Den offiziellenTeil mit den Festreden gestalteten der Vorsitzende des Seniorenvor- standes Jürgen Riemer (Schwerin) und der stellvertretende Regionalleiter Dirk Johne (Rostock).
Anschließend erfolgten die Ehrungen für 25 / 50 / 60 / 65 Jahre Treue zur Gewerkschaft.
Bei Livemusik und einem schmackhaften Menü war es ein Höhepunkt für alle Beteiligten.
Einen Eindruck davon liefern die tollen Schnappschüsse. Allen Fotografen ein Dankeschön für ihre Aufnahmen.
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Schwerin

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Rostock

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Fotos: Beate Schöne und Heinz Kirchschlager für Schwerin sowie Margot Wangemann für Rostock
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01. Oktober 2017

Als Welldach ist Asbest sofort erkennbar. Oft versteckt es sich aber in Fugen oder unter Böden. Die IG BAU will das gefährliche Material rasch aus dem Verkehr ziehen – per staatlicher Prämie.
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23.100 Gebäude in Mecklenburg stammen aus 60er- und 70er-Jahren
Abwrackprämie für Asbest – Altbauten sanieren

Es steckt in Böden, Dächern, Wänden und ist auch nach Jahrzehnten noch eine Gefahr: Asbest. Die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) will das Material möglichst rasch aus dem Verkehr ziehen und fordert hierfür mehr staatliche Förderung. „Wir brauchen eine Sanierungs- und Abwrackprämie für Asbest“, so unser Bezirkvorsitzende Jörg Reppin. „Zwar sei der Bau mit Asbestfaser seit 1993 verboten. Risiken berge allerdings der heimische Altbaubestand. Hausbesitzer schrecken bislang oft vor den hohen Kosten der Entsorgung zurück. Damit bleibt das Problem auch 30 Jahre nach dem Asbest-Boom aktuell“.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes entstanden im Bereich unseres Bezirksverbandes allein zwischen 1960 und 1979 – in der Hochphase der Asbest-Zeit – rund 23.100 Wohngebäude. „Ein Großteil davon dürfte immer noch mit dem Baustoff belastet sein“, schätzt Jörg Reppin. Die Spätfolgen seien bis heute spürbar: „Das Einatmen von Asbeststaub kann zu Asbestose, Lungen- oder Kehlkopfkrebs führen.“ Laut Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) erkranken im Zusammenhang mit Asbest jedes Jahr fast 4.000 Menschen.

Das Material findet sich dabei nicht nur unter Linoleum-Böden und auf dem Schuppen- dach, sondern etwa auch unter älteren Fliesen, in Nachtspeicheröfen oder im Wandputz. „Wer sich für eine Sanierung entscheidet, kann zwar Fördermittel bei der KfW- Bank bekommen. Doch auf der teuren Asbest-Entsorgung bleibt der Hausbesitzer meist sitzen. Hier können schnell ein paar Tausend Euro zusammenkommen.“ Die Folge: Das Material bleibe oft an der alten Stelle im Haus. Wenn saniert werde, lande es manchmal sogar im Hausmüll.

Jörg Reppin dazu weiter: „Mit einer Abwrackprämie kann die Politik einen direkten Beitrag für mehr Gesundheitsschutz leisten. Davon würden Hausbesitzer, Mieter und Bauarbeiter gleichermaßen profitieren. Denkbar sei ein eigenes KfW-Förderprogramm für Asbest. Per Zuschuss könnte Hauseigentümern somit ein Großteil der Entsorgungs- kosten erstattet werden“.
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20. September 2017

Die Bezirksseniorenkonferenz des Bezirksverbandes Mecklenburg der IG Bauen-Agrar-Umwelt fand auf Einladung des Seniorenvorstandes am 20. September 2017 im Hotel & Restaurant Gulbis in 19406 Witzin statt.

Unsere Konferenz stand unter dem Thema:

Kriminaltechnische Prävention

- Sicherung des Hauses bzw. Wohnung
- Enkeltrick
- Anonyme Anrufe – wie verhalte ich mich

Als Referenten zu diesem Thema konnten wir Herrn Becker vom Präventionsrat Güstrow gewinnen, der uns ausführlich zum Thema informierte. Auch auf unsere vielfältigen Fragen wusste er immer eine kompetente Antwort.

Weiter erfolgte ein Bericht über Aktivitäten des Bezirksseniorenvorstandes durch den Vorsitzenden des Seniorenvorstandes Jürgen Riemer

Anwesend waren neben dem kompletten erweiterten Seniorenvorstand auch der Vorsitzende unseres Bezirksverbandes Jörg Reppin.
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24. August 2017

Wie hoch ist der Lohn? Welchen Urlaubsanspruch habe ich? Wie sieht es mit Überstunden aus?
Darüber informiert die Plattform www.constructionworkers.eu Bauarbeiter in 24 Sprachen.
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Baustellen in Mecklenburg: Info-Kampagne für EU-Ausländer
In 24 Sprachen gegen Ausbeutung von Bauarbeitern aus dem Ausland

Offensive gegen Ausbeutung auf dem Bau: Beschäftigte aus dem Ausland, die auf Baustellen in Mecklenburg arbeiten, können sich über ihre Rechte informieren – unter
www.constructionworkers.eu. Auf der Homepage finden Bauarbeiter in 24 Sprachen alle Infos rund um Lohn, Arbeitszeit, Krankheit und Urlaub. Darauf weist die IG BAU
Mecklenburg hin.

„Gerade wenn bei gutem Wetter im Sommer besonders viel gebaut wird, setzen Betriebe auf ausländische Arbeitskräfte“, sagt IG BAU-Bezirksvorsitzender Jörg Reppin. Häufig bekämen diese aber nicht den Lohn, der ihnen zusteht. Auch Überstunden blieben oft unbezahlt. Schnelle Hilfe gibt es im Netz: Mit dem Internet-Angebot der Europäischen Föderation der Bau- und Holzarbeiter (EFBH) erhalten Beschäftigte erstmals einen kompletten Überblick zu Löhnen und Arbeitsstandards in allen EU-Ländern.

Jörg Reppin: „In Mecklenburg muss jeder, der auf dem Bau arbeitet, mindestens 11,30 Euro pro Stunde bekommen – egal woher er kommt.“ Probleme mit dem Lohn gebe es gerade im Zusammenhang mit sogenannten Subunternehmer-Ketten, hinter denen sich oft illegale Beschäftigung verberge, berichtet der Gewerkschafter. „Viele Arbeiter werden vor allem in Osteuropa mit großen Versprechungen gelockt – und dann hier mit Niedrig- löhnen abgespeist.“ Ein entscheidendes Mittel dagegen sei, dass die Betroffenen solche Missstände selbst anzeigten. Hilfe hierbei gebe es ebenfalls über die neue Info-Plattform.
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15. August 2017

Fassadenreiniger bei der Arbeit. Nicht immer jedoch geht es in der Branche sauber zu,
bemängelt die IG BAU. Die Gebäudereiniger-Gewerkschaft fordert mehr Kontrollen vom Zoll.
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IG BAU kritisiert fehlende Kontrollen
Stralsunder Zoll deckte 26 Mal schmutzige Praktiken in der Reinigungsbranche auf

Unsaubere Praktiken im Fokus: Der Zoll soll die Reinigungsbranche stärker in den Blick nehmen. Das fordert die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU). Nach Angaben der Gebäu- dereiniger-Gewerkschaft überprüfte die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) beim zuständigen Hauptzollamt Stralsund im vergangenen Jahr 39 Reinigungsfirmen. Das Gewerbe machte damit lediglich 2,5 Prozent aller Arbeitgeber-Kontrollen im Bereich des Stralsunder Zolls aus.

„Das ist eindeutig zu wenig“, kritisiert Jörg Reppin. Nach Einschätzung des IG BAU-Bezirksvorsitzenden liegt nicht nur im Baugewerbe, sondern auch in der Reinigung noch immer „vieles im Argen“: Lohn-Prellerei, Steuerhinterziehung oder nicht gezahlte Sozial- abgaben seien in der Region alles andere als eine Seltenheit, so die IG BAU. Das bestätige die aktuelle Bilanz des Stralsunder Hauptzollamtes: Demnach leitete die FKS im letzten Jahr 26 Ermittlungsverfahren in der Gebäudereinigung ein. Bei nur 39 geprüften Betrieben ist das eine ziemlich hohe Quote.

Den Beamten sei dabei kein Vorwurf zu machen, betont der Gewerkschafter: „Die Kontrolleure leisten eine enorm wichtige Arbeit. Es sind jedoch schlicht zu wenige.“
166 Mitarbeiter zählte die Stralsunder FKS nach IG BAU-Informationen Ende letzten Jahres. „Ohne eine kräftige Aufstockung kommen die Prüfer ihren Aufgaben nicht hinterher“ Fehlende Kontrollen verstünden Wirtschaftskriminelle regelrecht als Einla- dung, Recht und Gesetz zu umgehen“, sagt Jörg Reppin

Die Gewerkschaft beruft sich bei der Zoll-Statistik auf eine Auswertung des Bundes- finanzministeriums für die Grünen-Bundestagsabgeordnete Beate Müller- Gemmeke. Danach sank die Zahl der Kontrollen in der Gebäudereinigung zwischen 2015 und 2016 bundesweit um 21 Prozent.
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19. Juli 2017

Über dieses Verkehrszeichen ärgert sich mancher Autofahrer im Sommer besonders. Die IG BAU macht jedoch klar: „Bauarbeiter auf der Autobahn sind enormen Gefahren ausgesetzt. Wo gebaut wird, sollten Autofahrer unbedingt den Fuß vom Gas nehmen.“
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Auf 33 Autobahn-Kilometern in Mecklenburg-Vorpommern wird gebaut
IG BAU appelliert an Autofahrer: In Baustellen runter vom Gas!

Ferienzeit für die einen, Hauptarbeitszeit für die anderen: Im Sommer steigt die Zahl der Straßenbauarbeiten. Die IG BAU Mecklenburg ruft deshalb zu besonderer Vorsicht auf. „Überhöhte Geschwindigkeit und Drängelei im Baustellenabschnitt sind eine Gefahr für die Beschäftigten“, so Bezirkschef Jörg Reppin. Autofahrer sollten den Fuß vom Gas nehmen und ihren Frust über Staus oder Tempolimits nicht an den Bauarbeitern auslas- sen, fordert die Gewerkschaft.

Allein in Mecklenburg-Vorpommern wird nach Angaben der Bundesanstalt für Straßen- wesen (BASt) zwischen Anfang Juli und Mitte September auf 33 Kilometern Autobahn gebaut. „In der Hauptferienzeit kann es da schon mal eng werden. Für die Straßen- bauer, die oft nur ein paar Zentimeter neben dem Fahrbahnrand arbeiten, kann Unge- duld am Steuer tödlich enden“, betont der IG BAU-Bezirksvorsitzende.

Hinzu komme die hohe Belastung durch Hitze und Lärm: „An manchen Baustellen wird 24 Stunden lang im Schichtbetrieb gearbeitet. Die meisten Beschäftigten können von einem 8- Stunden-Tag im Sommer nur träumen“, so Jörg Reppin. Damit lasse irgend- wann auch die Konzentration nach und das Unfallrisiko steige. Reisende sollten das im Kopf haben – auch auf dem Weg in den Urlaub.

Detaillierte Baustellen-Informationen finden Autofahrer auf einer interaktiven Karte der BASt:
http://www.bast.de/DE/Fahrzeugtechnik/Baustelleninformation/
baustelleninformation_hidden_node.html
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26. Juni 2017

Wenn der Zoll auf die Baustelle kommt, haben die Beamten oft etwas zu monieren.
Doch die Besuche werden immer seltener.
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IG BAU kritisiert die „Gelegenheits-Visiten“
Stralsunder Zoll kontrollierte 9 Prozent weniger Baustellen

Weniger Zoll-Kontrollen: Bauunternehmer müssen immer seltener damit rechnen, Besuch vom Zoll zu bekommen. Im gesamten Bereich des Hauptzollamts Stralsund prüften die Beamten im vergangenen Jahr lediglich 543 Baubetriebe. Das sind 9 Prozent weniger als noch im Jahr zuvor. Verglichen mit den Kontrollen, die es noch 2014 gab, ist dies sogar ein Rückgang von 46 Prozent. Das hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt mitgeteilt.

Die IG BAU Mecklenburg spricht von „Kontrollen auf Lücke“. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) sei lediglich zu „Gelegenheits-Visiten auf dem Bau“ in der Lage.
In den Städten und Kreisen, in denen die FKS vom Hauptzollamt Stralsund kontrolliert, gebe es immerhin rund 1.890 Bauunternehmen, so die Gewerkschaft. „Da kann sich jeder Bau-Boss ausrechnen, dass der Zoll ihm nur alle paar Jahre mal auf die Finger guckt. Zwar berufe sich die FKS auf einen Schwerpunkt „qualitativer Kontrollen“. Es müsse jedoch genauso auch eine ausreichende Quantität geben, kritisiert Bezirkschef Jörg Reppin.

Die Zoll-Statistik geht auf eine Auswertung des Bundesfinanzministeriums für die Arbeitsmarktpolitikerin Beate Müller-Gemmeke (Bündnis 90/Grüne) zurück, die der
IG BAU vorliegt. Demnach leitete die FKS beim Hauptzollamt Stralsund im vergangenen Jahr 228 Ermittlungsverfahren im Baugewerbe ein. Dabei deckten die Beamten Schäden in Höhe von rund 5,5 Millionen Euro auf. Dazu gehören hinterzogene Steuern und nicht gezahlte Sozialabgaben – also Betrug bei der Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung.

„Die Zahlen zeigen, dass auf heimischen Baustellen noch immer viel im Argen liegt. Doch je geringer das Risiko ist, bei Tricksereien erwischt zu werden, desto stärker ist der Anreiz für Baufirmen, es mit Recht und Gesetz nicht so genau zu nehmen“, betont Jörg Reppin.
Die Arbeit der FKS sei daher „enorm wichtig“. Um schwarzen Schafen wirksam das Handwerk zu legen, müsse der Zoll aber deutlich mehr kontrollieren. Dafür benötige der Zoll dringend zusätzliches Personal.

Von mehr Kontrollen profitiert die ganze Baubranche – die Beschäftigten genauso wie alle Baufirmen, die sich an die Regeln halten. Die FKS solle daher möglichst rasch auf
bundesweit 10.000 Kontrolleure aufgestockt werden, fordert die IG BAU
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19. Juni 2017

Der regelmäßige Griff zur Wasserflasche gehört zum absoluten „Sommer-1-mal-1“ auf dem Bau. Wer in der heißen Jahreszeit draußen arbeitet, sollte dabei auch auf den richtigen Sonnenschutz achten, sagt die IG BAU Mecklenburg.
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„Tag des Sonnenschutzes“ am 21. Juni
So können sich Bauarbeiter vor Hitze schützen

An diesem Mittwoch ist nicht nur Sommeranfang, sondern auch der bundesweite „Tag des Sonnenschutzes“. Aus diesem Anlass appelliert die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) an die rund 9.700 Bauarbeiter im Einzugsbereich unseres Bezirksverbandes, das UV-Risiko nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. „Sonnenmilch mit hohem Lichtschutzfaktor gehört in der heißen Jahreszeit in jede Arbeitshose eines Maurers oder Dachdeckers. Aber auch Landschaftsgärtnerinnen und Fassadenreiniger sollten auf den richtigen Schutz achten“, sagt Jörg Reppin.

Für den Bezirkschef der IG BAU Mecklenburg ist besonders das Hautkrebs-Risiko eine „oft unterschätzte Gefahr für alle, die unter freiem Himmel arbeiten“. Dabei komme es letztlich auf die Gesamtzahl der Sonnenstunden an, denen ein Mensch im Laufe seines Lebens ausgesetzt sei. Reppin: „Neben der Sonnencreme sollten ,Draußen-Jobber‘ darauf achten, ihren Kopf und möglichst viele Teile des Körpers mit Kleidung bedeckt zu halten. Auch Pausen im Schatten und eine Sonnenbrille mit UV-Lichtschutz sind ein
absolutes Muss.“

Besonders gefährdet seien helle Hauttypen, so der Gewerkschafter. „Gerade für sie gelte: Sonnenbrand ist nicht sexy, sondern gefährlich. Nach Jahrzehnten kann die tägliche Sonnenbelastung zum Absterben ganzer Körperstellen – besonders auf ausgesetzten Bereichen wie der Nase oder den Ohren – führen.“ Hier sei zu einem Lichtschutzfaktor von „50 plus x“ zu raten.

Aber auch die Arbeitgeber sind beim Sonnenschutz in der Pflicht“, betont Jörg Reppin.
Das Arbeitsschutzgesetz verlange, dass Unternehmen ihre Mitarbeiter durch geeignete Maßnahmen vor Risiken wie Hitze und Sonnenstrahlen schützen. Deshalb müssten die Betriebe ihre Beschäftigten mit genügend Trinkwasser oder kalten Tees versorgen.

Als Faustregel für den Sommer empfiehlt die IG BAU, mindestens alle halbe Stunde ein volles Wasserglas zu trinken. Auch wenn man mal keinen Durst hat, ist der ständige Flüssigkeitsnachschub enorm wichtig. Wer schwitzt und zu wenig trinkt, riskiert Kopf- schmerzen, Konzentrationsverlust und Übelkeit. Bei körperlich schweren Arbeiten könne Wassermangel rasch zum Hitzschlag führen. Außerdem steige das Unfallrisiko. Daher sollten anstrengende Tätigkeiten möglichst in die Morgenstunden verlegt werden, rät die Gewerkschaft.
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12. Juni 2017

Liebe IG BAU Frauen,
auch in diesem Jahr möchte unser Bezirksfrauenarbeitskreis mit vielschichtigen Themen unsere Frauen zum Mitwirken begeistern.

Wie bereits berichtet, fand am 08. März 2017 zum Thema „Frauen in der Geschichte und Gegenwart Rostocks“ unser erstes Treffen in diesem Jahr statt.

Am letzten Freitag, d. 09. Juni 2017 ging es unter dem Motto „Aktiv in den Sommer“ nach Warnemünde. An der frischen Luft mit der positiven Wirkung unseres Seeklimas wanderten unsere Frauen inklusive Wassertreten in der Ostsee bis zur Ausflugsgaststätte Wilhelmshöhe. Dort warteten schon weitere Frauen und nahmen unsere Wanderfrauen in Empfang. Gestärkt konnte dann der Rückweg entlang des europäischen Radwander- weges angetreten werden. Es war ein gelungener Tag für Körper, Geist und Seele. Wiederholung, na klar!

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12. Juni 2017

Einen Euro mehr fürs Saubermachen: Die IG BAU will, dass heimische Reinigungskräfte besser verdienen und mehr Anerkennung bekommen.
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Zum Internationalen Tag der Gebäudereiniger am Donnerstag (15. Juni)
Einen Euro mehr für 7.910 Reinigungskräfte, die Mecklenburg Tag für Tag sauber halten

Sauberer Lohn fürs Saubermachen – raus aus dem Niedriglohn: Rund 7.910 Gebäude- reinigerinnen und Fensterputzer gibt es im Einzugsbereich unseres Bezirksverbandes.
„In Schulen und Altenheimen, in Büros und Fabriken machen sie einen sauberen Job. Meistens dann, wenn es keiner mehr sieht – spät abends oder früh morgens“, sagt die Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU Mecklenburg.

Zum Internationalen Tag der Gebäudereinigung am kommenden Donnerstag (15. Juni) fordert sie faire Arbeits- und Lohnbedingungen und mehr Anerkennung für die Beschäftig- ten der Branche. „Alle, die Rostock sauber halten, haben Wertschätzung für ihre Arbeit verdient. Sie machen einen Knochenjob. Büros, Flure, Fenster … und Toiletten zu putzen, ist harte Arbeit“, sagt Jörg Reppin.

Für den Bezirksvorsitzenden der IG BAU Mecklenburg ist es besonders wichtig, dass zur Achtung der Arbeit, die Reinigungskräfte leisten, auch eine faire Bezahlung gehört:
„Wir wollen raus aus dem Niedriglohn. Gebäudereinigung ist ein Handwerk. Für gute Qualität und Zuverlässigkeit sind die Kunden der Reinigungsfirmen bereit, auch einen
vernünftigen Preis zu bezahlen. Und dieses Geld muss auch bei denen ankommen, die die Arbeit machen.“

Deshalb fordert die IG BAU in der laufenden Tarifrunde jetzt einen Euro pro Stunde mehr für alle Reinigungskräfte. Zudem soll es ein Weihnachtsgeld geben. Der Mindestlohn in der Gebäudereinigung liegt derzeit bei 9,05 Euro pro Stunde. Glas- und Fassadenreiniger haben einen Mindest-Stundenlohn von 11,53 Euro.

„Wer im Osten in der Gebäudereinigung arbeitet, hat – über den Daumen gepeilt – 10 Prozent weniger im Portemonnaie als eine Reinigungskraft im Westen oder in Berlin. Und das bei gleicher Arbeit“, sagt Jörg Reppin. Eine zentrale Forderung der IG BAU am Tariftisch ist deshalb, den Lohn zwischen Ost und West anzugleichen. Spätestens bis 2019 soll das passieren, so die Gebäudereiniger-Gewerkschaft.
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Hintergrund-Info zum Tag der Gebäudereinigung

Der „Tag der Gebäudereinigung“ erinnert an einen Streik der Putzkräfte in Century-City, dem Kommerz-Viertel von Los Angeles, bei dem am 15. Juni 1990 die Streikenden
brutal von der Polizei zusammengeschlagen wurden. Die Polizei musste nach einem Gerichtsverfahren schließlich 3,5 Millionen Dollar an die amerikanische Reiniger- Gewerkschaft bezahlen. Der Streik führte schließlich zu einer 25%-igen Gehaltserhöhung und der Einführung betrieblicher Krankenversicherungsleistungen.

Dieser Vorfall markiert einen Wendepunkt in der Kampagne „Justice for Janitors“. Der 15. Juni wird seitdem international als „Justice-for-Janitors-Day“ begangen – in Deutschland als „Tag der Gebäudereinigung“.

Im Herbst 2009 gab es in Deutschland den ersten bundesweiten Gebäudereiniger- Streik.
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31. Mai 2017

Und hier ein Foto vom Schweriner Hauptbahnhof u.a. mit Heinz Kirchschlager von unserer Gewerkschaft IG BAU (2. von links) und in der Mitte Ingolf Schlüter (stellvertretender Vorsitzender DGB Bezirk Nord)
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29. Mai 2017

Mehr Geld für die Arbeit mit dem Pinsel: Die Löhne im Maler- und Lackiererhandwerk
steigen. Gesellen haben demnächst monatlich bis zu 61 Euro mehr im Portemonnaie.
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Tariflohn steigt auf 15,35 Euro – Mindestlohn bei 10,35 Euro
Lohn-Plus für 1700 Maler und Lackierer in Mecklenburg

Lohn-Plus im Malerhandwerk: Die rund 1700 Maler und Lackierer im Einzugsbereich unseres Bezirksverbandes bekommen mehr Geld. Zum Juni steigt der Tariflohn auf 15,35 Euro pro Stunde. Damit haben Gesellen 61 Euro mehr pro Monat in der Tasche. Das hat die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt mitgeteilt. Außerdem ist im Mai de Mindestlohn auf 10,35 Euro pro Stunde gestiegen – ein Plus von 2,5 Prozent. Er gilt für alle, die keine Gesellenbrief in der Tasche haben. Für gelernte Kräfte erhöht sich der Mindestverdienst auf 11,85 Euro (plus 4,9 Prozent).

Die IG BAU Mecklenburg spricht von einem „wichtigen Signal für eine harte Arbeit“: „Im Maler- und Lackiererhandwerk wird es immer schwieriger, Fachkräfte zu finden. Da sind
steigende Löhne enorm wichtig, um die Branche – gerade auch für Schulabgänger – attraktiver zu machen“, so Bezirkschef Jörg Reppin.

Die Beschäftigten in heimischen Malerbetrieben sollten nun die nächste Lohnabrechnung prüfen und sich bei Fragen Rat von der IG BAU Mecklenburg holen. Denn oft komme es vor, dass Chefs gelernten Fachkräften nur den Hilfsarbeiterlohn zahlen. Genau das mache aber die Zukunft des Handwerks kaputt. „Gesellen, die in der Gewerkschaft sind, haben den Tariflohn verdient. Jedenfalls dann, wenn ihr Betrieb Mitglied der Maler- und Lackierer-Innung ist.“
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08. Mai 2017

Kaffeepause am Steuer – klingt gut. Viele Berufspendler machen sie allerdings nicht freiwillig. Für sie bedeutet der Weg zur Arbeit immer wieder Staufrust.
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IG BAU fordert mehr bezahlbaren Wohnraum in Großstädten
Zahl der Berufspendler in Mecklenburg weiter gestiegen

Immer mehr Pendler: Das hat die IG Bauen- Agrar-Umwelt mitgeteilt. Die IG BAU Mecklenburg beruft sich hierbei auf eine aktuelle Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Danach zählt man im Bereich unseres Bezirks- verbandes rund 149.900 Pendler.

Die Gewerkschaft nennt den Trend „alarmierend“. Immer mehr Menschen müssten immer weitere Strecken zur Arbeit zurücklegen – und verbrächten immer mehr Lebenszeit im Stau, kritisiert Bezirkschef Jörg Reppin. Dafür sei maßgeblich auch eine verfehlte Wohnungsbaupolitik in den Ballungsgebieten verantwortlich.

Seit Jahren hält das Angebot bezahlbarer Wohnungen nicht mit dem Bedarf Schritt. Wir haben in Großstädten wie Hamburg aber auch Rostock eine gute Entwicklung bei den Arbeitsplätzen, aber für die Menschen wird es immer schwieriger, sich dort auch eine Wohnung zu leisten. Strecken von über 50 Kilometern bis zum Betrieb seien mittlerweile gang und gäbe. Dies belaste nicht nur die Umwelt, sondern auch die Nerven und die Gesundheit der Betroffenen.

Die IG BAU fordert ein Umdenken in der Wohnungspolitik: „Die öffentliche Hand muss viel mehr als bisher investieren, um bezahlbaren Wohnraum in den Metropolen und Ballungs- räumen zu schaffen. Es würden mehr Sozialwohnungen und mehr bezahlbare Mietwoh- nungen gebraucht. Dafür müsse es eine deutlich bessere Förderung geben – etwa durch höhere steuerliche Abschreibungen und gezielte KfW- Programme. Durch solche Anreize für das Bauen im bezahlbaren Segment ließe sich ein Großteil der fehlenden Wohnungen errichten“.

Um die Berufspendler zu entlasten, müsse mittelfristig jedoch auch die Verkehrsinfra- struktur ausgebaut werden, fordert Jörg Reppin. „Wir brauchen bessere Schienennetze und mehr Radwege. Aber auch bei Straßen und Brücken ist der Nachholbedarf groß.“

Die Entwicklung in Mecklenburg ist nach Angaben des BBSR Teil eines bundesweiten Trends: Im Jahr 2015 pendelten 60 Prozent aller Beschäftigten zum Arbeitsplatz.
Durchschnittlich legten sie dabei 16,8 Kilometer zurück. 15 Jahre zuvor lag die Pendlerquote in Deutschland noch bei 53 Prozent.
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1. Mai 2017 in Schwerin

Demonstrationszug vom Bahnhof zum Markt mit über 100 Leuten

Der stellv. Leiter der IG BAU Region Nord, Dirk Johne, eröffnet die Kundgebung zum
1. Mai auf den Grunthalplatz

Heinz Kirchschlager, Armin Rutz und Ingrid Vorbeck von der IG BAU

Beste Stimmung bei gutem Wetter und Live-Musik auf dem Markt
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Text und Fotos von Beate und Ingolf Schöne
Vielen Dank!
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1. Mai 2017 auf dem Kastanienplatz in Rostock

Redner auf der Maikundgebung war unser Regionalleiter André Grundmann von der IG BAU

Großen Andrang gab es wieder am "Erbsenknaller" von Wolfgang Schulz
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30. April 2017

Wer auf dem Bau arbeitet, bekommt ab diesem Monat mehr Geld.
Die IG BAU rät Maurern & Co, ihren Lohnzettel zu prüfen.
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Zum Mai: Lohn-Plus von 2,4 Prozent in der Baubranche
In Mecklenburg: 9.690 Bauarbeiter bekommen mehr Geld

Mehr Schotter für die Beschäftigten auf dem Bau: Die rund 9.690 Bauarbeiter in Einzugsbereich unseres Bezirksverbandes bekommen ab diesem Monat mehr Geld.
Zum Mai steigen die Löhne um 2,4 Prozent auf jetzt 18,14 Euro in der Stunde.
Ein gelernter Maurer oder Betonbauer geht so am Monatsende mit knapp 74 Euro mehr nach Hause. Das hat die IG BAU Mecklenburg mitgeteilt.

Die Gewerkschaft rät den Beschäftigten zum Lohn-Check: „Mit der nächsten
Lohnabrechnung muss das Plus auf dem Konto sein“, sagt Bezirkschef Jörg Reppin.
Weiter: „Demnächst verhandelt die IG BAU außerdem über eine Erhöhung des Mindestlohns in der Branche. Für Fachkräfte aber gilt: Messlatte ist der Tariflohn. Anspruch auf diesen haben Bauarbeiter, die Gewerkschaftsmitglieder sind und deren Betrieb dem Arbeitgeberverband angehört“.

Angesichts einer bundesweit anziehenden Baukonjunktur sei die Erhöhung mehr als
gerechtfertigt. Allein im Wohnungsbau hätten die Investitionen im letzten Jahr um 4,2
Prozent zugenommen. In ihrem Frühjahrsgutachten gingen führende Wirtschaftsforscher zudem von einem weiteren kräftigen Wachstum der Baubranche aus. Jörg Reppin: „Davon muss auch was in den Portemonnaies der Beschäftigten ankommen.“

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24. April 2017

Sachkundige Hilfe bei Rechtsstreitigkeiten im Job:
Die Rechtsberatung der IG BAU Mecklenburg hilft bei Ärger mit Chef oder Behörden.
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Rechtshilfe für Beschäftigte in unserem Bezirksverband
Bei Streit mit dem Chef: Rechtsexperten der IG BAU Mecklenburg 1.600 Mal aktiv

Juristischer Beistand bei Problemen im Job: Im letzten Jahr waren die Rechtsberater
der IG BAU Mecklenburg in insgesamt 1.600 Fällen aktiv. Die Rechtsschutz-Experten
der Gewerkschaft standen Beschäftigten zur Seite, wenn es Ärger mit dem Chef oder
der Bürokratie gab.

„Für volle Terminkalender sorgten Rechtsfragen von A wie Abmahnung bis Z wie
Zeugnisverweigerung“, berichtet der IG BAU-Bezirksvorsitzende Jörg Reppin. Auch zu
spät oder gar nicht gezahlte Löhne seien 2016 häufig Thema gewesen, so der Gewerk-
schafter. Viele Arbeitgeber hätten den Beschäftigten Sonderzahlungen wie das Weih-
nachtsgeld oder Feiertagszuschläge vorenthalten. „Behördenentscheidungen wie fehler-
hafte Hartz-IV-Bescheide, Rentenberechnungen oder Schwerbehindertenanerkennungen
bargen ebenfalls oft Konfliktpotenzial“, so Jörg Reppin weiter.

Häufig sei gerade die Reinigungsbranche von Streitigkeiten betroffen: „Angeordnetes
Turbo-Putzen ohne Zahlung der Mehrarbeit ist leider nach wie vor ein Trend bei vielen
Firmen“, beklagt die IG BAU. Aber auch Bauarbeiter, Garten- und Landschaftsbauer,
Maler und Lackierer bis hin zu Floristen hätten oft nach fachlicher Hilfe gefragt. Die
Gewerkschaft rät den Beschäftigten, sich weder von Chefs noch von Behörden ein-
schüchtern zu lassen.

Termine für die Rechtsberatung können vereinbart werden im IG BAU-Büro in Rostock
(Telefon: 03 81 – 4 97 79 40).
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21. April 2017

Der wichtige Griff zur Dämmung: Gerade ältere Häuser können ein „Energiespar-Update“ vertragen, meint die IG BAU. Haus- und Wohnungseigentümer hätten dabei die Chance auf Fördergelder durch die KfW-Bank.
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Wohnhaus-Sanierungen: KfW förderte 1.478 Mal
25 Millionen Euro von der KfW für Energiespar-Sanierungen

Die eigenen vier Wände nicht in Watte, aber in Wolle packen – in Dämmwolle: Exakt 1478 Mal hat die staatliche Förderbank KfW im vergangenen Jahr die Energiespar- Sanierung von Wohnungen im Bereich unseres Bezirksverbandes unterstützt. Dabei flossen rund 25 Millionen Euro als KfW-Fördergeld in die CO2-Gebäudesanierung von Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäusern. Das teilt die IG BAU Mecklenburg mit.

Die Bau- und Umweltgewerkschaft: „Jede energetische Sanierung zählt. Jedes Fenster, das neu eingesetzt wird. Jede Heizungsanlage, die ausgetauscht und dabei auf erneuer- bare Energien umgestellt wird. Und jede Dämmung für Dächer und Fassaden. Aber da gibt es in Mecklenburg noch viel Luft nach oben.“ IG BAU-Bezirkschef Jörg Reppin hat dabei insbesondere die Nachkriegsbauten im Blick: „Gerade bei Wohnhäusern aus den 50er-, 60er- und 70er-Jahren gibt es einen enormen Nachholbedarf. Ordentliche Dämmung war für Bauherren damals kein Thema. Jetzt geht es darum, bei diesen älteren Häusern durch effektive Sanierungen ein ‚Energiespar-Update‘ fürs Haus zu erreichen und Heizkosten zu sparen“.

An Haus- und Wohnungsbesitzer appelliert die IG BAU, auf die Förderung durch das KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren“ zurückzugreifen. Dies biete günstige Kredite und sogar direkte Zuschüsse von bis zu 30 Prozent der Baukosten. So werden nach Angaben der IG BAU bei einem neuen Heizungspaket 15 Prozent der Kosten, die gefördert werden können, von der KfW finanziert – maximal 7.500 Euro pro Wohneinheit.

„Aber wichtig ist, dass Hausbesitzer nicht einfach sanieren, dabei die Zuschüsse kassieren und anschließend die Miete hochsetzen. Die KfW-Förderung muss sich dann auch in den Mietpreisen niederschlagen“, sagt Jörg Reppin. „Wir lehnen ab, dass Sanierungen Mieter oder Eigentümer überfordern oder gar zu Verdrängung führen. Wir brauchen eine faire Verteilung der Kosten auf Staat, Mieter und Eigentümer“, so die Forderung des IG BAU-Bezirksvorsitzenden.

Grundsätzlich sei es ratsam, nicht einfach loszulegen, sondern einen Energie-Berater für das Sanieren zu suchen. Dieser kenne sinnvolle Maßnahmen und die Förderkriterien in- und auswendig. Ohne eine fachliche Begleitung durch einen anerkannten Experten gebe es zudem auch keine KfW-Förderung. Die Experten- Suche werde – über die Eingabe der eigenen Postleitzahl – unterstützt durch Online- Datenbanken wie www.energie-effizienz-experten.de. Kostenlose Erstberatungen vor Ort werden zum Beispiel unter www.sanieren-profitieren.de angeboten. Darüber hinaus sind die Details zu den Förderprogrammen der KfW für private Haus- und Wohnungseigentümer hier abzurufen:
www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestandsimmobilien
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10. April 2017

8,60 Euro pro Stunde muss es für Saisonarbeiter in der Spargelernte geben. Doch viele Beschäftigte kennen ihre Rechte nicht. Die IG BAU klärt auf.
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Spargelernte: Gewerkschaft informiert Beschäftigte in sechs Sprachen
IG BAU Mecklenburg rät Saisonarbeitern zu Lohn-Check

Faire Arbeit für den richtigen Spargelgenuss: Zum Beginn der Spargelzeit appelliert die
IG BAU Mecklenburg an Erntehelfer in der Region, ihren Lohn zu prüfen. „Eine
Saisonkraft muss in diesem Jahr mindestens 8,60 Euro pro Stunde bekommen“, erklärt
der Bezirkschef der Agrar- und Umweltgewerkschaft, Jörg Reppin. Mit Flyern in sechs
Sprachen – unter anderem Rumänisch, Bulgarisch und Polnisch – informiert die IG BAU
Beschäftigte über ihre Rechte, etwa auch bei Unterkunft und Verpflegung.

„Viele Saisonarbeiter kommen aus osteuropäischen Ländern zur Spargelernte zu uns.
Oft wissen sie nicht, dass es überhaupt einen Mindestverdienst gibt. Das nutzen
manche Chefs schamlos aus. Zusammen mit den Beschäftigten wollen wir gegen Lohn-
Prellerei vorgehen“, so Jörg Reppin. Zu den Schwerpunkten der IG BAU-Info-Kampagne
zählt auch die Dokumentation der Arbeitszeiten. Jede Hilfskraft solle über seine
Schichten Buch führen und die Zeiten später mit dem Lohnzettel abgleichen.

Bei dem Mindestentgelt von 8,60 Euro in der Landwirtschaft handelt es sich um eine
Übergangsregelung. Ab November dieses Jahres erhalten Saisonkräfte dann 9,10 Euro
in Ost und West. „Rund 20 Kilogramm Spargel pro Stunde erntet ein Arbeiter im
Schnitt“, so die IG BAU Mecklenburg. „Damit ist er gerade einmal mit 43 Cent an einem
Kilo verkauften Spargels beteiligt. Diesen Betrag muss er dann aber auf jeden Fall
bekommen.“

Die Info-Broschüre und weitere Hintergründe in ihrer Muttersprache finden Beschäftigte
im Netz: http://www.faire-mobilitaet.de/
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08. April 2017

Reset-Taste beim Minijob: Einen Neustart für 450-Euro-Stellen fordert die Gewerkschaft IG BAU.
Ab dem ersten Euro sollen Sozialabgaben – etwa für die Renten-, Kranken- und
Pflegeversicherung – fällig werden. Den Großteil davon soll der Chef tragen.
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Raus aus der Minijob-Falle

Damit der 450-Euro-Job nicht zur Falle wird: Die rund 49.600 Minijobber im Einzugs- bereich unseres Bezirksverbandes sollen bessergestellt werden. Das fordert die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar- Umwelt. Die IG BAU schlägt dazu eine Reform der geringfügigen Beschäftigung vor. Demnach sollen Minijobs schon ab dem ersten Euro in die Sozialversicherung einbezogen werden. „Minijobs waren als flexible und vorüber- gehende Lösung gedacht. Aber für viele Beschäftigte – etwa in der Reinigung – sind sie langsam zum Dauerzustand geworden, aus dem sie nicht mehr herauskommen“, sagt Jörg Reppin von der IG BAU Mecklenburg. Eine Reform sei deshalb „mehr als über- fällig“.

Nach aktuellen Angaben der Arbeitsagentur arbeiten allein in der Gebäudereinigung rund 2.960 Minijobber. „Viele von ihnen haben seit Jahren keine Chance auf eine reguläre Stelle. Wegen fehlender Sozial- und Rentenbeiträge sind sie stark von Altersarmut bedroht“, betont der IG BAU-Bezirksvorsitzende.

Die IG BAU will gemeinsam mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) erreichen, dass der Chef künftig auch für einen Verdienst unter 450 Euro Sozialabgaben zahlen muss. Die Gewerkschaft fordert eine neue „Gleitzone“ bereits vom ersten Euro an: Demnach sollen Arbeitgeber bei geringen Verdiensten zunächst den Großteil der Sozialabgaben tragen. Erst bei einem Monatsverdienst ab 850 Euro soll gelten: Chef und Arbeitnehmer zahlen zu gleichen Teilen.

Jörg Reppin nennt ein Beispiel: „Wer genau 450 Euro verdient, der müsste nach dem Modell 13 Prozent Sozialabgaben bezahlen – der Chef trägt dagegen 29 Prozent.“ Für die Minijobber bringe das eine bessere soziale Absicherung. Für die Unternehmen steige der Anreiz, prekäre Jobs durch vollwertige Stellen zu ersetzen, so der Gewerk- schafter.

Und auch für Rentner oder Studenten, die sich etwas hinzuverdienen wollen, bleibe das Modell attraktiv. „Durch den geringen Beschäftigten-Anteil bei den Sozialabgaben lohnt sich der Zuverdienst gerade unterhalb von 450 Euro weiterhin. Zusätzlich erwerben sie höhere Ansprüche für eine Rente oder Arbeitslosigkeit“, sagt Jörg Reppin.
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20. März 2017

Regionalleiter André Grundmann beim Referat zum Thema "Forderungen der IG BAU an die Politik anlässlich der Bundestagswahlen"

Der Vorsitzende des Arbeitskreises Senioren Jürgen Riemer bei seinem interessanten Beitrag zur zukünftigen Seniorenarbeit in unserem Bezirksverband

André Grundmann beglückwünscht den neu gewählten Bezirksvorstand, der aus folgenden Mitgliedern besteht (von links nach rechts):
Heinz-Peter Mohn, Jörg Reppin (Vorsitzender), Martin Doliwa, Heinz Kirchschlager (Stellvertreter), Ingrid Vorbeck, Eckhard Nahendorf, Klaus-Peter Tiedemann, Thomas Behnke
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Unserem scheidenden Vorsitzenden Manfred Scharon (Bildmitte) wurde für seine langjährige Tätigkeit gedankt und er wurde dann ganz herzlich von den Delegierten des Bezirksverbandstages verabschiedet.

Die alte und jetzt auch neue Revisionskommission:
Ingolf Schöne, Margot Wangemann und Hans-Joachim Lehmann


Ein besonderer Dank an die Frauen aus den Mitgliederbüros für die hervorragende Organisation des 13. Ordentlichen Bezirksverbandstages:
Jutta Kügler (Schwerin), Annelie Wettig und Ingrid Teich (beide Rostock)

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Die Fotos stammen von:
Beate Schöne (Bild 1, 5, 6), Heinz-Peter Mohn (Bild 2, 3), Georg Schroer (Bild 4)
und Heinz Kirchschlager (Bild 7)
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22. März 2017

Alltagsszene im Alter: mit dem Rollator zur bodengleichen Dusche. Ein Leben in den eigenen vier Wänden – ohne Barrieren. Die IG BAU plädiert dafür, die eigene Wohnung möglichst frühzeitig „fit fürs Alter“ zu machen.
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Altersgerechter Umbau gegen „graue Wohnungsnot“
Mecklenburg: Fitmachen von Senioren-Wohnungen 720 Mal gefördert

Bessere Chancen, in den eigenen vier Wänden alt zu werden: Es werden deutlich mehr Senioren-Wohnungen im gebraucht, stellt die IG Bauen- Agrar-Umwelt fest. Andernfalls drohe eine „graue Wohnungsnot“. Denn: „Mecklenburg wird älter. Im Jahr 2035 werden hier bereits rund 282.100 Menschen leben, die zur ‚Generation 65plus‘ gehören“, sagt Jörg Reppin. Der neu gewählte Bezirkschef der IG BAU Mecklenburg beruft sich dabei auf eine Regional-Untersuchung zur „Wohnsituation im Alter“ vom Pestel-Institut in Hannover.

Viele dieser Menschen seien dann auf eine altersgerechte Wohnung angewiesen – ohne Barrieren. „Das bedeutet, dass man keine Treppenstufen mehr gehen muss und mit einem Lift in die Wohnung kommt“, so Reppin. Die Senioren-Wohnungen sollten Türen haben, durch die ein Rollator oder Rollstuhl passe. Ebenso eine schwellenfreie Dusche. Das „Senioren-Sanieren“ ganzer Wohnhäuser liege „voll im Trend“. Im vergangenen Jahr habe die staatliche KfW-Förderbank genau 720 Mal den altersge- rechten Umbau von Wohnungen im Einzugsgebiet unseres Bezirksverbandes unterstützt. Dafür flossen Fördergelder in Form günstiger Kredite oder direkter Zuschüsse.

Dennoch bleibt noch viel zu tun. Und jede Sanierung lohnt sich. Übrigens nicht nur beim Senioren-Wohnen. Auch junge Familien können davon profitieren: Wo heute ein Kinder- wagen durch die extra breite Zimmertür rollt, da passt dann in vierzig Jahren auch ein Rollator durch“, sagt Jörg Reppin. Es komme darauf an, rechtzeitig vorzubeugen. Der Bezirksvorsitzende weiter: „Es kann nicht sein, dass ältere Menschen nur deswegen ins Heim müssen, weil sie zu Hause keine seniorengerecht ausgebaute Wohnung haben.“

Von den gesamten Kosten für den altersgerechten Umbau, die gefördert werden können, zahlt die KfW immerhin bis zu 12,5 Prozent als direkten Zuschuss – maximal 6.250 Euro pro Wohneinheit, so die IG BAU. Mehr Informationen über die KfW-Förderung beim altersgerechten Umbau gibt es für Mieter, Haus- und Wohnungseigen- tümer im Internet: www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestandsimmobilien/Barrierereduzierung
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11. März 2017

Ein frauengeschichtlicher Stadtrundgang

Interessierte Gewerkschaftsfrauen trafen sich am 8. März zu einem Spaziergang durch die Rostocker Innenstadt.

Grit Stunnack, Pädagogische Leiterin der Arbeitskreisgemeinschaft Arbeit und Leben e.V. in Rostock, berichtete vom Leben und Wirken von Frauen in der Geschichte und Gegenwart Rostocks.

Beginnend über die Hexenverbrennung im Mittelalter auf dem Rostocker Marktplatz über das Wirken und Handeln der Beginen bis zu gelehrten Frauen und Aktivistinnen der Frauenbewegung.

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11. März 2017

Straßenschäden fangen klein an und werden immer größer. Sie sollen deshalb möglichst
rasch repariert werden, fordert die IG BAU.
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IG BAU fordert mehr Investitionen in Verkehrsinfrastruktur
Autofahrer sollen Straßenschäden melden

Schluss mit löchrigen Pisten: Autofahrer, die sich über kaputte Straßen ärgern, sollen über Mängel informieren – per „Schlagloch-Melder“. Dazu hat die Gewerkschaft IG BAU aufgerufen. „Vom Asphalt-Krater bis zum wegbröckelnden Fahrbahnrand: Wer einen Schaden entdeckt, kann diesen im Internet anzeigen“, sagt Bezirkschef Manfred Scharon. Nämlich beim Auto-Club Europa (ACE) unter: www.ace- online.de/schlaglochmelder.

Damit will die IG BAU Mecklenburg zusammen mit dem ACE Druck machen für eine schnellere Sanierung. Denn gemeldete Schäden werden direkt an die zuständige Straßenbau-Behörde weitergegeben. Manche haben seit Jahren keine Ausbesserung gesehen und sind so eine echte Unfallgefahr. Gerade wenn im Frühjahr der Frost vorbei ist, sollten die Arbeiten beginnen. Schlaglöcher, die man jetzt nicht stopfe, würden in der nächsten Kälte-Saison größer und tiefer.

„Wir dürfen nicht zulassen, dass die öffentliche Infrastruktur weiter verfällt“, so der Gewerkschafter. Das Sparen an den Straßen sei ein „Sparen am falschen Ende“. Fachleute – etwa vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) – weisen seit Jahren darauf hin: Jeder Euro, der in den Bau und Erhalt von Verkehrswegen fließt, ist
gut investiert. „Es betrifft Straßen und Brücken, aber auch Schulen und Krankenhäuser – wichtige Infrastruktur-Investitionen dürfen nicht auf die lange Bank geschoben werden“, stellt Manfred Scharon klar. Mehr Geld für das Bauen und Sanieren kurbele zudem die heimische Wirtschaft an und schaffe mehr Arbeitsplätze in unserem Land.

27. Februar 2017

Handwerksberufe wie der Eisenflechter (Foto) könnten bald echte Nachwuchs-Probleme bekommen, warnt die IG BAU. Die Gewerkschaft fordert die Arbeitgeber auf, die Baubranche attraktiver zu machen.
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IG BAU warnt vor Fachkräfte-Krise in Mecklenburg

Laut 10-Jahres-Vergleich der Handwerkskammern Ostmecklenburg-Vorpommern und Schwerin ging die Zahl der Gesellen-Prüfungen um 68 Prozent zurück

Das Handwerk hat goldenen Boden, heißt es. Aber gilt das auch noch in Zukunft? Angesichts einer zunehmenden „Akademisierung“ hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG
BAU) vor einer Fachkräfte-Krise für Handwerksbetriebe im Einzugsbereich unseres Bezirksverbandes gewarnt. Die Gewerkschaft beruft sich dabei auf Zahlen der Handwerkskammern Ostmecklenburg-Vorpommern und Schwerin: In deren Bereich legten im vorletzten Jahr lediglich rund 1.530 Auszubildende eine Abschlussprüfung ab – zehn Jahre zuvor waren es noch etwa 4.730. Das macht einen Rückgang von 68 Prozent. Der „Gesellen-Schwund“ ist dabei ein landesweites Phänomen: Zwischen 2010 und 2015 sank die Zahl der Gesellen-Prüfungen in Mecklenburg-Vorpommern um 60 Prozent.

Die IG BAU Mecklenburg spricht von einem „besorgniserregenden Trend“. „Immer mehr Schulabgänger gehen lieber an die Uni statt in einen Handwerksbetrieb“, sagt Bezirkschef Manfred Scharon. Dabei biete etwa die Baubranche gute Verdienstmöglichkeiten und eine lange „Karriere-Leiter“. Per Aufstiegsfortbildung könne man es bis zum Geprüften Polier oder Bauleiter bringen – und dann sogar mehr verdienen als viele Architekten. „Sei schlau, geh zum Bau – dieser Tipp gilt nach wie vor“, so Manfred Scharon.

Nach Angaben der Sozialkassen der Bauwirtschaft (Soka-Bau) waren im vergangenen Oktober 326 Bau-Azubis in Mecklenburg gemeldet. „Damit steht der Bau besser da als viele andere Handwerksbereiche. Trotzdem: Jeder zusätzliche Azubi wird gebraucht“, sagt der Gewerkschafter – „besonders in Zeiten einer deutlich anziehenden Baukonjunktur.“ Zudem werde der Fachkräftebedarf angesichts geburtenschwacher Jahrgänge in den 90er-Jahren weiter steigen.

Ein wichtiges Argument, eine Bau-Ausbildung zu machen, sei nach wie vor die Bezahlung. Die Verdienste der Auszubildenden lägen meist sogar über denen der Industrie. In den neuen Bundesländern geht ein angehender Maurer oder Straßenbauer während der dreijährigen Lehre mit durchschnittlich rund 900 Euro pro Monat nach Hause. Ein Kfz-Mechatroniker in Ausbildung kommt auf 635 Euro. „Wer aber Fachkräfte in der Branche halten will, muss auch im Anschluss etwas tun. Der Einkommensabstand zwischen Industrie und Handwerk vergrößert sich seit Jahrzehnten“, betont Manfred Scharon. Die Rahmenbedingungen am Bau müssten darum entsprechend denen in der Industrie angeglichen werden.

Mehr Schulabgänger werde man nur gewinnen, wenn sich neben dem Einkommen auch die Arbeitsbedingungen und das Image der Branche verbesserten, ist die IG BAU überzeugt. Hier seien vor allem die Arbeitgeber gefordert. „Beim Bau denken viele an extremes Malochen. Doch in den letzten Jahren hat sich viel getan. Maschinen und digitale Technik erleichtern das Arbeiten.“ Und wer auf dem Bau arbeite, komme auch herum und lerne das Land kennen. Bei der Arbeit auf auswärtigen Baustellen müsse der Chef mittlerweile auch die Unterkunft stellen und bezahlen, erklärt Manfred Scharon. „Dennoch bleibt viel zu tun, um die Bauwirtschaft noch attraktiver zu machen. Höhere Arbeitsstandards sind eine Investition in die Zukunft.“

Für die IG BAU Mecklenburg steht fest: „Je besser die Perspektiven am Bau, desto eher werden wir die Leute halten. Das Handwerk hat – nach wie vor – goldenen Boden. Wenn wir irgendwann eine Bachelor-Schwemme und einen Handwerker- Mangel haben, dann ist keinem geholfen.“ Die Folgen hiervon würden letztlich vor allem die Bürger spüren – durch höhere Preise beim Bauen und Renovieren.
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23. Februar 2017

Bericht Ministergespräch am 08. Februar 2017 in Schwerin

Anwesende Kollegen der IG BAU:
Fachgruppenvorstände: Klaus-Peter Tiedemann, Rainer Müller, Harald Thomas, David
Burneleit, Andreas Neumann
Landesvertretung: Norbert Wolfram
Stellvertretender Regionalleiter Region Nord: Dirk Johne
Branchensekretär: Pascal Lechner

Anwesende des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt:
Dr. Till Backhaus (Minister für Landwirtschaft und Umwelt)
Dr. Jürgen Buchwald (Staatssekretär)
Dr. Cornelia Sorge-Lewin (Allgemeine Abteilung)
Manfred Baum (Referat 210: Forst- und Holzmarktpolitik, Angelegenheiten der obersten Forstbehörde und Aufsicht über die Landesforstanstalt)
Antje Steinbicker (Referat 110: Personal)

Am 08. Februar 2017 trafen sich Vertreter der Fachgruppenvorstände Forst/Naturschutz sowie die Landesvertretung Beamte und Angestellte Forst/Naturschutz zum Gespräch mit dem Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus.
Der Minister nahm sich 2 Stunden Zeit, um mit den Kollegen folgende Themen zu besprechen:
· Personalentwicklung im Allgemeinen, Personalentwicklung in den Großschutzgebieten
Diese Themen sowie die Ausbildung wurden vom Minister zur Chefsache erklärt. Hier sind sich das Ministerium und die Kollegen der IGBAU einig, dass dringender Entwicklungsbedarf besteht, um die Landesforstanstalt zukunftssicher zu machen.Zusätzlich betonte der Minister, dass es kein neues Personalkonzept geben soll. Seitens der IG BAU Kollegen wurde nochmal deutlich darauf hingewiesen, dass mit den schon umgesetzten Veränderungen in der Personalstruktur eine Entsprechende Aufgabenkritik durchgeführt werden muss.
· Probleme mit Eingruppierung von Arbeitern in den TV-L
Arbeitnehmer die Tätigkeiten im Geltungsbereich des TV-Forst ausüben, sind im Rahmen der Entgeltordnung des TV-Forst und nicht des TV-L einzugruppieren (z.B. Ranger in Nationalparks).
· Liegenschaften des Nationalparks Jasmund
Hier müssen Arbeitsbedingungen geschaffen werden, die den Anforderungen umfassend entsprechen.
· Situation der Jugendwaldheime nach dem „Brodkorberlass“
Dieser Erlass hatte zur Folge, dass die Tage, an denen Schülern die Möglichkeit gegeben werden soll, an Bildungseinrichtungen außerhalb der Schule Erfahrungen zu sammeln, von 5 auf 3 Tage verringert worden sind. Somit sind die Jungendwaldheime in eine Situation gekommen, die pädagogische sowie wirtschaftliche Probleme mit sich bringt. Denn die Zeit ist zu kurz, um ein effektives Lernangebot zu erstellen und die Buchungen lassen immer eine 2-tägige Restwoche zurück, die für Schulen unattraktiv ist.
· Ausbildungssituation
Hier wurden unter anderem die nicht hinnehmbaren baulichen Zustände im Ausbildungsforstamt in Güstrow thematisiert. Für diese soll es zunächst eine kurzfristige Lösung geben, um dann eine mittelfristige Lösung auf die Beine zu stellen. Es wurde aber auch darüber gesprochen, wie sich die nötigen Meisterqualifizierungen und die damit verknüpfteVergütung/Zulage realisieren lassen.
· Dienst-KFZ
Das große Thema Dienst-KFZ konzentrierte sich auf die Frage der privaten Nutzung, da diese das Ganze, je nach Ausgestaltung, deutlich attraktiver machen würde. Minister Till Backhaus ist bei diesem Thema auf einer Linie mit den Vertretern der IGBAU, gibt aber auch zu bedenken, dass die Beteiligung anderer Akteure hier keinen kurzfristigen Erfolg ermöglicht und weitere politische Arbeit notwendig ist.
· Landesforstanstalt
Zusätzlich ist von Seiten des Ministeriums erwähnt worden, dass Pläne bestehen, durch eine Modifizierung des Gesetzes zur Errichtung der Landesforstanstalt , den Einfluss der Landesregierung auf die Landesforstanstalt zu erhöhen.
Nach dem der Minister die Runde verlassen musste, stand der Staatssekretär für eine weitere Stunde für weitere Themen zur Verfügung. Es ging nun um die
· Weiterentwicklung des PersVG
Die Kollegen machten sehr deutlich, dass eine Weiterentwicklung nur zu Gunsten der Arbeitnehmer erfolgen kann und die IG BAU für den Geltungsbereich des TV-Forst spezielle Lösungen fordert
· personelle Entwicklung bei Anwärtern und Referendaren
Seitens des Ministeriums ist klar, dass eine besondere Notwendigkeit besteht, die Attraktivität der Landesforstanstalt als Arbeitgeber hervorzuheben
· sowie die Beschäftigung minderleistungsfähiger AN
Dieses Problem ist erkannt worden und entsprechende Maßnahmen werden durch das Ministerium geprüft.
Insgesamt war das Gesprächsklima offen und konstruktiv was zeigte, dass beide Seiten das Interesse an einem zielgerichteten Austausch hatten.
Der Minister betonte, wie wichtig ihm Veranstaltungen wie diese für das Generieren von Ideen sind und bot an, auch Einladungen zu anderen Treffen ähnlicher Art wahrzunehmen.
Am 24.02.2017 findet ein Gespräch mit den Auszubildenden zum/zur Forstwirt/In in Güstrow-Bockhorst statt, bei denen der Staatssekretär anwesend sein wird und speziell Themen der Ausbildungangesprochen werden.

Fotos: Dirk Johne
Text: Pascal Lechner


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07. Februar 2017

Teuer könnte es für Autofahrer werden, sollte es zu einer Privatisierung der Autobahnen kommen. Privatbetreiber dürften keinen Zugriff auf die bundesweit knapp 13.000 Autobahn-Kilometer haben, fordert die IG BAU.
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IG BAU appelliert an Abgeordnete aus Mecklenburg:
Nein zur BAB-Privatisierung: Keine „Heuschrecken-Autobahn“

Profit mit der Autobahn? Die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hat vor einer schleichenden Privatisierung der heimischen Autobahnen gewarnt. Bundes- und Landtagsabgeordnete sollten sich jetzt in Berlin gegen entsprechende Pläne starkmachen, fordert die Gewerk- schaft. „Die Autobahn gehört zur öffentlichen Infrastruktur und darf auf keinen Fall den Gewinninteressen einzelner untergeordnet werden“, sagt IG BAU-Bezirksvorsitzender Manfred Scharon. "Allein in Mecklenburg Vorpommern stehe langfristig die Zukunft von rund 570 Autobahn-Kilometern auf dem Spiel. Kein einziger davon darf privatisiert werden. Privat-Autobahnen wären eine Milchmädchenrechnung zulasten der Autofahrer und Steuerzahler“.

Zum Hintergrund: Im Dezember hatte das Kabinett die Gründung einer „Infrastruktur- gesellschaft“ beschlossen, die künftig die Bundesautobahnen (BAB) bauen, planen und betreiben soll. Geplant ist zwar der Verbleib der GmbH in Staatseigentum. Durch sogenannte „Public-private-Partnerships“ ist der Bau und Betrieb zahlreicher Strecken- abschnitte in privater Hand jedoch weiterhin möglich, so die IG BAU Mecklenburg. Die Gewerkschaft befürchtet eine fortschreitende „Privatisierung durch die Hintertür“ und warnt vor einer „Heuschrecken-BAB“. Per Maut könnten Investoren die Autofahrer kräftig zur Kasse bitten.

Im März soll die „Infrastrukturgesellschaft“ zusammen mit einem Gesetzespaket zu den Bund-Länder-Finanzen endgültig beschlossen werden. Dafür ist jedoch eine Zweidrittel- mehrheit in Bundestag und Bundesrat nötig. Manfred Scharon: „Abgeordnete auch aus Mecklenburg haben jetzt die Chance, gegen die Pläne zu stimmen. Das wäre nicht nur gut für die Autofahrer, sondern auch im Interesse der Beschäftigten am Bau.“

Bauarbeiter seien besonders häufig auf Autobahnen unterwegs. Eine Nutzungsgebühr träfe gerade auch sie hart. Außerdem sieht der Gewerkschafter eine Gefahr für die Arbeitsbe- dingungen im Straßenbau. „Wenn Privatbetreiber Autobahnen bauen, dann könnten sie die Standards der öffentlichen Vergabe umgehen – auf Kosten der Qualität, der Löhne und des Arbeitsschutzes.“

Bund und Länder dürften dies nicht zulassen und sollten aus Privatisierungsfehlern der Vergangenheit lernen. So ließen sich die „Öffentlich-privaten-Partnerschaften“ gesetzlich ausschließen. „Es darf keinen Meter Investor-Asphalt geben“, fordert IG BAU-Bezirkschef Manfred Scharon. Insbesondere Banken und Versicherungen müsse der Zugriff auf die Autobahn verwehrt bleiben. „Wer den Bürgern erst die Finanzkrise einbrockt, darf danach nicht seinen Reibach mit deutschen Straßen machen.“
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24. Januar 2017

Gute Aussichten für heimische Reinigungskräfte: Ab sofort verdienen Gebäudereinige- rinnen mindestens 9,05 Euro pro Stunde, so die IG BAU.
Mitarbeiter wie hier in der Glasreinigung kommen jetzt auf einen Mindest-Stundenlohn von 11,53 Euro.
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Höherer Mindestlohn in der Gebäudereinigung ab Januar
7.910 Reinigungskräfte im Bereich unseres Bezirksverbandes bekommen mehr Geld

Neuer Lohn-Sockel in der Gebäudereinigung: Die rund 7.910 Reinigungskräfte verdienen ab diesem Monat mindestens 9,05 Euro pro Stunde. Das sind 35 Cent mehr als bisher. Mit einem Plus von vier Prozent im Osten steigt der tarifliche Mindestlohn in der Branche damit deutlich stärker als im Westen. Glas- und Fassadenreiniger gehen mit mindestens 11,53 Euro nach Hause, wie die IG Bauen- Agrar-Umwelt mitteilt.

Die IG BAU Mecklenburg spricht von einem „enormen Lohn-Schritt“ für die heimischen Beschäftigten: „Es ist höchste Zeit, dass die harte Arbeit in der Reinigung endlich stärker wertgeschätzt wird“, betont Bezirkschef Manfred Scharon. Allerdings bleibe noch viel zu tun, um die Lohn-Lücke zwischen Ost und West ganz zu schließen.

Die Gebäudereiniger-Gewerkschaft hatte das Lohn-Plus in der letzten Tarifrunde durch- gesetzt. Alle Firmen müssen sich nun an die neue Untergrenze halten. „Jetzt sollten die Beschäftigten prüfen, ob mit der ersten Lohnabrechnung für Januar auch wirklich mehr Geld auf dem Konto ist“, rät Manfred Scharon. Wer hierbei leer ausgehe oder Fragen zum neuen Tarifvertrag habe, solle sich an das IG BAU-Büro in Rostock (Telefon: 03 81 – 4 97 79 40) wenden.
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19. Dezember 2016

Das diesjährige traditionelle vorweihnachtliche Preisskatturnier des Bezirksverbandes Mecklenburg fand am 17. Dezember 2016 in der Gartengaststätte "Am Moor" in Warnemünde statt.
Wie immer hatte es den 26 Teilnehmern sehr viel Spaß und Freude bereitet.
Sieger wurde Reinhard Schibilski (100€), der zweite Platz ging an Torsten Schröder (75€) und Platz 3 erreichte Peter Vick (50€).
Die weiteren Preise waren Sachpreise (Präsente, Enten und Weihnachtsgetränke).
Es war, wie jedes Jahr, eine gelungene Veranstaltung, die mit einem gemeinsamen Essen beendet wurde.
Alle wollen im nächsten Jahr wieder mitmachen.
Weiter wurde angeregt, zeitgleich auch Romméspiele für die Frauen durchzuführen.

Dieses Kartenblatt war ein Grand Over als höchstes Spiel an diesem Tag von Torsten Schröder

Es herrschte größte Aufmerksamkeit im Saal und am Ende standen die Sieger fest:
Reinhard Schibilski, Peter Vick und Torsten Schröder (von links nach rechts)

Informationen von Jürgen Riemer.
Fotos von Manfred Scharon und Jürgen Riemer. Vielen Dank!
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Bezirksseniorenvorstand

Vorsitzender - Jürgen Riemer,
stellvertretender Vorsitzender - Heinz-Peter Mohn,
weitere Mitglieder sind (in alphabetischer Reihenfolge)
Klaus Düsing, Dorothea Loose, Manfred Mertens, Margot Wangemann, Rainer Zilch

von links nach rechts
Margot Wangemann, Rainer Zilch, Jürgen Riemer, Klaus Düsing, Heinz-Peter Mohn, Manfred Mertens, Dorothea Loose

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Der Vorstand des Frauenarbeitskreises:
Vorsitzende - Beate Schöne,
stellvertretende Vorsitzende - Karin Schwebke,
weitere Mitglieder sind (in alphabetischer Reihenfolge)
Ute Barten, Jutta Kügler, Ingrid Teich, Annelie Wittig.

Jutta Kügler, Beate Schöne, Ingrid Teich, Karin Schwebke, Ute Barten und Annelie Wittig
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Unser Bezirksvorstand:

Der neue achtköpfige Bezirksvorstand besteht aus folgenden Mitgliedern (von links nach rechts):
Heinz-Peter Mohn, Jörg Reppin (Vorsitzender), Martin Doliwa, Heinz Kirchschlager (Stellvertreter), Ingrid Vorbeck, Eckhard Nahendorf, Klaus-Peter Tiedemann, Thomas Behnke
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